Ob die eigene Ausstellung oder ein kommerzielles Projekt geplant wird oder zu Hause neue Bilder gehängt werden s« len - häufig steht der Fotokünstler vor der Frage, wie seine Bilder am effektvollsten zur Wirkung kommen. Neue Mal rialien und Angebote bieten heute eine enorme Bandbreite an Präsentationsformen für Kunst und auch für Kommerz, d unsere Sehgewohnheiten nachhaltig prägt.
Wenn wir einkaufen gehen, umgibt uns die Werbung mit großformatigen plakativen Bildern. Neuerdings sind diese in vielen Fällen auch hinterleuchtet und erzwingen durch ihre Leuchtkraft gewissermaßen unsere Aufmerksamkeit. Kunst und Kommerz beeinflussen sich wesentlich stärker, als wir wahrhaben wollen. Was sich an kommerziellen Präsentationsformen in den Kaufhäusern etabliert hat, kommt entweder später zur Kunst oder die Kunst holt sich Anleihen aus den Präsentationsformen in der Wirtschaft. Das muss so sein, denn wer sich in die Lage des Publikums versetzt, kommt schnell zu der Erkenntnis, dass die großformatigen und plakativen Bilder der Werbung unsere Erwartungshaltung auch beim privaten Kunstkonsum prägen. Seit dem Siegeszug des digitalen Großbildes, der Mitte der 90er Jahre begann, sind unsere Sehgewohnheiten von Groß-flächenplakaten und Leucht-Displays massiv be-einflusst worden. Deshalb ist es Zeit, einmal zusammenzufassen, welche Präsentationsformen es heute für die kreative Bildpräsentation gibt.
n Ein auf Alu-Dibond aufgezogenes Foto besticht durch die plane Oberfläche. Es ist sinnvoll, die Au Genkante der Dibond-Platte durch einen Schattenfugenrah men einzufassen. Der hier vorhandene Spalt von etwa einem Zentimeter kann auch geringer gewählt werden, das ist Geschmackssache Canvasauf Leinwand lässt sich zusätzlich auf werten, wenn der Keil rahmen ineinenSchatit genrahmen eingebaut wird. Autgrund dergrol-Rahmenstärke können hier auch Abstände ?v, sehen Leinwand und Rahmen, die großer a IM. n Zentimeter sind, noch sehr dekorativ wirken
Größere Bildformate ab 60 x 90 cm werden heute zunehmend rahmenlos präsentiert. Zum einen hat dies schlicht wirtschaftliche Gründe: Große Bilderrahmen sind sehr schwer und teuer; zum anderen füllen die großen Formate den Blickwinkel des Auges völlig aus, so dass die isolierende und ins Bild leitende Wirkung eines Passepartouts nicht mehr erforderlich ist.